Lauschabwehr

Lauschabwehr

Lauschabwehr, auch Abhörschutz genannt, bezeichnet technische Vorkehrungen zur Verhinderung von Abhörversuchen von Gesprächen und geheimen Datenverkehr. Es wird zwischen aktiver und passiver Lauschabwehr unterschieden. Aktive Lauschabwehr ist das gezielte Suchen nach Abhörgeräten, auch Wanzen genannt, mit technischen Mitteln, wie zum Beispiel Breitbandempfänger, Wärmebildkamera oder weiteren Geräten für technische Messungen.

Als passive Lauschabwehr bezeichnet man die Planung eines Raumes, der später einmal abhörsicher und „Wanzenfrei“ wird. Aber wie kann man einen Raum abhörfrei gestalten? In dem abhörsicheren Raum werden Spezialtapeten mit eingewebten Metallgittern verwendet, die nach dem Prinzip des faradischen Käfigs funktionieren und somit eine elektromagnetische Abschirmung erzielen. Bei der Verwendung dieser Spezialtapeten müssen Sie auch beachten, dass keine Drahtloskommunikationen, wie zum Beispiel Handy, Bluetooth oder WLAN möglich sind.

Einen abhörsicheren Raum im Idealzustand gibt es in der Praxis nicht, da er folgende Kriterien erfüllen müsste: Keine Fenster, durchgehende Massivbauweise, Wände Fußboden und Decke mit einem Metallgitter versehen (faradischer Käfig), keine Stühle oder Tische mit Hohlräumen, keinen Schmuck im Zimmer und ein absolutes Verbot von elektronischen Geräten. Spionagefälle treten häufig aus politischen Gründen auf. Einer der bekanntesten Spionage Fälle der USA: Klaus Fuchs floh im Kalten Krieg nach Großbritannien und dann in die USA. 1950 fliegt er als Atom-Spion auf und wird wegen Verrats der Atombomben-Entwicklungen zu 14 Jahren Haft verurteilt. Im Zeitalter des Internets ist es jeder Privatperson möglich, mit billigen oder hochwertigen Abhörgeräten gezielt Personen auszuspionieren. Laut Schätzungen haben 500.000 bis 1.000.000 der deutschen Einwohner Abhörgeräte in ihrem Besitz. Solartaschenrechner, Aschenbecher, Kugelschreiber und andere Alltagsgegenstände sind beliebte Plätze für Wanzen. Die Bereitschaft der Privatpersonen, solche kriminellen Angriffe zu starten ist gewachsen.

Bei Lauschangriffen handelt es sich nicht mehr um ein Kavaliersdelikt, sondern um ein Verbrechen, das gerichtlich vorgetragen wird. Wie können Sie sich vor Spionage schützen? Suchen Sie sich am besten einen Privatdetektiv, der sich mit Lauschangriffen auskennt. Suchen Sie sich am besten einen bekannten Privatdetektiv, der sein Handwerk garantiert auch versteht. Wenn Sie geheime Abhörversuche vermuten, planen Sie mit dem Privatdetektiv die Durchführung der Lauschabwehr. Anschließend versucht er diese mit technischen Mitteln ausfindig zu machen und zu entfernen.

Abhörversuche wie zu Stasi-Zeiten sind heute verpönter denn je. Nichtsdestotrotz sollte unbedingt vermieden werden, beispielsweise auf kriminalistischer Ebene die Durchführung von Lauschangriffen zu verhindern. Denn im Zuge dessen ließe sich sicherlich so manch' unerwünschter Eindringling hierzulande, welcher düstere Absichten hegt, im Vorfeld enttarnen. Zu solchen Aktionen gehört allerdings weit mehr, als nur ein Spezialkoffer und die entsprechenden Abhörgeräte. Vielmehr sind hierbei auch Fingerspitzengefühl, Geduld und Zurückhaltung gefragt.